Frauenmantelkraut

frauenmantelkraut

Beim Frauenmantelkraut handelt es sich um eine Heilpflanze, aus der bereits seit dem Mittelalter Tee hergestellt wird. Als Kraut bezeichnet man die oberirdischen Teile der Pflanze, die zur Blütezeit gesammelt und getrocknet werden. Der Name lässt bereits darauf schließen, dass dieses Kraut vor allem bei Frauenleiden jeglicher Art zum Einsatz kommt.

Allerdings stammt der Name des Krauts vielmehr daher, so vermutet man zumindest, dass seine Blätter einem wehenden Frauenmantel gleichen sollen. Oder dass das Blatt – im übertragenen Sinn – auf Frauen wie ein beschützender Mantel wirkt. Sein Ursprung liegt in kalkhaltigen Gebieten Nordeuropas. Die ersten Aufzeichnungen über diese Pflanze stammen aus dem 15. Jahrhundert, wo Frauenmantel in Zusammenhang mit seiner heilenden Wirkung erwähnt wurde.

Man kann also davon ausgehen, dass der Frauenmantel bereits im Mittelalter in Europa auf dem Gebiet der Naturmedizin eine wichtige Rolle spielte.

Frauenmantel als Pflanze

Der lateinische Name der Pflanze lautet Alchemilla bzw. Alchemilla vulgaris. Allerdings gibt es auch noch eine ganze Reihe weiterer Bezeichnungen für den Frauenmantel wie Allerfrauenheil, Frauenhilf, Marienkraut oder Mutterkraut. Allen Namen ist gemein, dass sie die wichtige Stellung dieser Pflanze in der Frauenheilkunde verdeutlichen. Frauenmantel gehört zur Familie der Rosengewächse und gedeiht vor allem im Gebirge von Europa, Asien und Afrika, erscheint aber auch in naturnahen Gärten an sonnigen und halbschattigen Plätzen sowie auf fechten Wäldern, Wiesen und an Hängen. Am besten wächst die Pflanze auf humusreichem, sandigem Boden und gleichmäßiger Feuchte. Sie liebt aber auch die direkte Sonne, weswegen man sie teilweise auch an Straßen- oder Wegesrändern vorfindet. Vielfach wird Frauenmantel deswegen als natürliche Teichumrandung gepflanzt. Die Pflanze ist im Übrigen winterhart.

Bei der Alchemilla handelt es sich um strauchförmige, krautige Gewächse mit kleinen und unscheinbaren, grünlich-gelben Blüten und sternförmige Blätter. Die stark behaarten Formen werden als Silbermantel bezeichnet. 300 der bekannten 1000 Arten sind hier in Europa heimisch. Die Pflanze erreicht eine Höhe von 30 – 50 cm und die Blüten erscheinen von Mai bis September.

Geschichte von Frauenmantelkraut

Alchemilla bedeutet so viel wie „kleine Alchemistin“ und zeugt davon, dass diese Pflanze früher im Bereich der Alchemie genutzt wurde. Alchemisten sammelten im Mittelalter die sich auf der Pflanze bildenden Tautropfen und betrachteten diese als „himmlisches Wasser“. Allerdings entdeckten schon einige Zeit zuvor die alten Griechen, dass Frauenmantel unter anderem aphrodisierende sowie fruchtbarkeitssteigernde Eigenschaften zu haben scheint.

Man weiß ebenso, dass bereits in der Antike Frauenmantel bei Unterleibsleiden von Frauen verwendet wurde, bei den alten Germanen hingegen wurde das Kraut der Fruchtbarkeitsgöttin Frigga gewidmet. Später empfahl Hildegard von Bingen die Pflanze explizit bei Frauenleiden; Paracelsus hingegen war begeistert von der Wundheiliungskraft von Frauenmantelkraut.

Inhaltsstoffe

Die positive Wirkung auf Menstruations- und Wechseljahresprobleme liegt in den Inhaltsstoffen des Frauenmanteltees begründet. Er enthält nämlich Phytohormone, die auf den weiblichen Hormonspiegel leicht stabilisierend wirken. Dabei sind sie deutlich sanfter als zum Beispiel Progesteron. Über die Phytohormone hinaus befinden sich im Frauenmantel zudem ätherische Öle, Bitter- und Gerbstoffe, Glykoside sowie Tannine. Genau diese sind dafür verantwortlich, dass das Kraut nicht nur bei Frauenleiden, sondern auch bei Magenproblemen, innerer Unruhe sowie bei der Behandlung von Wunden und anderen gesundheitlichen Problemen zum Einsatz kommt. Saponin wirkt harntreibend und steigert die Funktion der Drüsen. Die Gerbstoffe wiederum sind wundheilend und entzündungshemmend, genau wie auch die darin enthaltene Salizylsäure.

Zudem enthält das Kraut einen hohen Anteil an Antioxidantien. Diese fungieren im Körper als wichtige Radikalfänger und helfen dabei, die Radikale wieder loszuwerden, was sich auf verschiedenste Weise gesundheitlich positiv auswirken kann, da diese den Körper schädigen und vorzeitig altern lassen.

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3 Idee über “Frauenmantelkraut

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