Frauenmanteltee wird aus der gleichnamigen Pflanze Frauenmantel (Alchemilla) hergestellt.

Selbst Pflanzenkenner haben es nicht immer einfach, wenn es um die Alchemilla geht. Zu den Frauenmantelgewächsen gehören über tausende Arten. Äußerlich unterscheiden sich diese Arten nur wenig.

Allein der gemeine Frauenmantel (Alchemilla vulgaris) ist in verschiedenen Ausführungen zu finden. Je nach Standort und Lichtverhältnisse sind die Blätter mehr oder weniger behaart. Aber auch die Form unterscheidet sich von Kreisförmig bis hin zu Eckig.

Das Frauenmantelkraut ist so ziemlich auf der Gesamten Nordhalbkugel vertreten. Einige Arten sind sogar in Grönland, Sibirien, Asien und Nordamerika vor.

Obwohl der Frauenmantel zahlreich in Deutschland vertreten ist, stammt das Frauenmantelkraut oft aus Polen, Tschechien, Bulgarien oder Ungarn. Diese Länder bieten der Pflanze mehr freiräume, als das relativ dicht bebaute Deutschland.

Der Frauenmantel liebt leicht feuchten und Nährstoffreichen Boden. Aus diesem Grund ist er häufig auf Kuh- und Pferdekoppeln anzutreffen. Auch findet man ihn an einem schattigen Platz in der Nähe von Bachläufen.

Auf dieser Seite gehe ich etwas tiefer auf das Frauenmantelkraut ein. Doch jetzt geht es erst mal um den Tee:

Bio Frauenmanteltee

Bio Frauenmantel Tee wurde schon vor Jahrhunderten benutzt.

Der Bio Frauenmanteltee ist im Gegensatz zum normalen Frauenmanteltee besonders schonend und nachhaltig angebaut und in der Produktion verarbeitet. Beim Transport werden äußere Einflüsse vermieden, welche die Wirkung von Frauenmantelkraut beeinträchtigen könnten. Außerdem hat man beim Bio Frauenmantel Tee die Gewissheit, dass keine chemischen Zusätze wie Pestizide in den Körper aufgenommen werden.

Die Vorteile vom Biologischen Anbau

Ein Tee aus biologischem Anbau hat viele Vorteile. Zum einen stammt der Tee meist aus einer Teemanufaktur, die besonderen Wert auf kontrollierten und nachhaltigen Anbau legen. Die Verarbeitung erfolgt – anders als in anderen Fabriken – besonders schonend. Auf Beimischungen von Zusatzstoffen jeglicher Art wird verzichtet. Beim Transport wird auf kurze Wege mit geringen Einflüssen auf die Kräuter geachtet. Die biologischen Standards sorgen EU-weit für die beste Qualität.

Solltest Du den Frauenmanteltee nicht selber machen können, empfehle ich Dir einen Tee auf biologischen Anbau. Der Preisunterschied ist meist recht gering. Ein sehr gutes Frauenmantelkraut gibt es bereits für knapp 8 Euro pro 100 gramm.

Welche Alchemilla ist die Richtige?

Ich werde häufig gefragt in welcher der Frauenmantelarten die Heilkraft besonders hoch ist. Auf diese Frage gibt es allerdings keine eindeutige Antwort.

Die Phytopharmakologie, welche die Inhaltstoffe und Wirkung von Pflanzen erforscht ist nicht besonders weit.

Da alle bisherigen Untersuchungen mit dem gewöhnlichen Frauenmantel (Alchemilla vulgaris) durchgeführt wurden, ist diese Pflanze das Mittel der Wahl.

Hinzu kommt, dass ein Mediziner den verschiedenen Arten keinerlei Bedeutung schenkt. Frauenmantel ist gleich Frauenmantel.

In Apotheke und Kräuterläden ist normalerweise nur der gewöhnliche Frauenmantel (Alchemilla vulgaris) und der Alpen-Frauenmantel (Alechmilla alpina) vertreten. Viele Hersteller bieten nur den gewöhnlichen Frauenmantel aus. Das schränkt die Auswahl so weit, dass wir Wissen welchen wir kaufen müssen.

Trotzdem werde ich beide Arten kurz vorstellen:

Gewöhnlicher Frauenmantel (Alchemilla vulgaris)

Das getrocknete Kraut hat einen Gerbstoffanteil von fünf bis acht Prozent. Dieser Wirkstoff macht den Großteil des Krauts aus. Wird das Kraut selber gesammelt und schonend getrocknet kann der Gerbstoffanteil auch mal bis zu 12 Prozent betragen.

Außerdem sind folgende Stoffe enthalten:

  • Bitterstoffe
  • Flavonoide
  • Phytosterine
  • Salizylsäure

In den Blüten befindet sich außerdem etwas ätherisches Öl.

Im Gegensatz zum Alpen-Frauenmantel ist der Geschmack etwas milder. Bei Leuten mit Magenbeschwerden ist er definitiv vorzuziehen. Die meisten wissenschaftlichen Untersuchungen beziehen sich auf diese Art. Allein aus diesem Grund kann man seiner Wirkung vertrauen schenken.

Auch in Arzneien ist diese Art aufgrund der guten Verträglichkeit häufiger anzutreffen, als den Alpen-Frauenmantel.

Alpen-Frauenmantel (Alchemilla alpina)

Zu dem Alpen-Frauenmantel liegen sehr wenige Informationen vor.

Im Grunde genommen sind die Gleichen Stoffe enthalten. Ein Unterschied liegt im Anteil der Gerbstoffe vor. Schon durch den Bitteren Geschmack des Alpen-Frauenmantels schmeckt man, dass der Anteil deutlich höher ist.

Durch den hohen Anteil an Gerbstoffe kann es beim Verzehr zu Magenschmerzen kommen.

Der Alpen-Frauenmantel ist oft gar nicht zu kaufen. Daher wird anstelle der gewöhnliche Frauenmantel verwendet.

Inhaltsstoffe und Wirkungen des Frauenmanteltees

Im Fernsehen hört man von Pflanzen, die erstaunliche Wirkungen haben. Das beste Beispiel ist der „Machta-Tee“. In der Tat ist dieser Tee sehr gesund. Allerdings muss dieser die halbe Welt umreisen, bevor er in unserer Tasse landet.

Das schlimme daran ist, dass diese Kräuter nachweislich mit Pestiziden und Schimmelpilzen belastet sind.

Die Pflanzen, die direkt vor unseren Füßen wachsen beachten wir nicht. Das liegt daran, dass es kaum Erkenntnisse darüber gibt.

In Deutschland werden Studien meist von Pharmaunternehmen in Auftrag gegeben und auch bezahlt. Ansonsten würden Sie keine Zulassung für ein neues Medikament erhalten. Heilpflanzen sind für diese Firma ein sehr schlechtes Geschäft, da sich die pflanzen nicht patentieren lassen.

Dabei sind im Frauenmantelkraut viele wichtige Wirkstoffe enthalten.

Der Frauenmantel gehört zu den sogenannten Gerbstoffdrogen. Der Gerbstoff ist ein wichtiger Inhaltsstoff.

Hier kurz ein kleiner Vergleich:

Gerbstoffanteil im Frauenmanteltee

Die meisten Gerbstoffdrogen werden nicht gut vertragen. Magenschmerzen und Übelkeit sind häufig die Folge.

Bei dem Frauenmanteltee ist das anders. Er schmeckt deutlich milder und wird sehr gut vertragen. Auch Menschen mit empfindlichen Magen können diesen Tee trinken.

Dazu kommt, dass er kaum Nebenwirkungen hat.

Wirkung von Gerbstoffen

Gerbstoffe werden in vielen verschiedenen Bereichen eingesetzt. Vor allem aber hat es eine zusammenziehende Wirkung. Diese Wirkung kann man auf der Zunge spüren, wenn man sich eine Gerbstoffreiche Urtinktur auf der Zunge zergehen lässt.

Diese Eigenschaft nutzt man besonders gerne bei Entzündungen von Haut oder Schleimhäuten. Früher hat man eine Wunde unter anderem mit einer Frauenmantel Urinktur behandelt. Das Gewebe zieht sich leicht zusammen und die Entzündungsanzeichen wie Rötung und Schwellung werden gelindert. Auch bei Schleimhäuten wirkt die Urinktur entzündungshemmend und antiseptisch. Häufig wird die Urtinktur als Mundspülung bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum eingesetzt.

Gerbstoffe können auch Schwermetalle binden. Häufig befindet sich noch immer Amalgam in Zahncremes. Dieses kann durch das Trinken von Frauenmanteltee im Darm gebunden und ausgeschieden werden.

Am effektivsten kann man den Frauenmanteltee in Kombination mit weiteren Kräutern einsetzen. Aus diesem Grund gibt es zu jeden Thema einen eigenen Beitrag. Dort befindet sich auch ein Beispiel für eine Kräutermischungen.

Da ich kein Arzt bin darf ich Dir keine Empfehlungen geben. Aus diesem Grund ist diese Webseite zur reinen Information gedacht.

Der Frauenmantel hat natürlich viele weitere positive Eigenschaften und wird gerne eingesetzt bei Frauenleiden aller Art. Zum Beispiel:

  • Unterleibsentzündungen
  • Pilzinfektionen
  • Menstruationsbeschwerden
  • Kinderwunsch
  • Gelbkörpermangel
  • In der Schwangerschaft
  • Nach der Schwangerschaft
  • In den Wechseljahren
  • Diabetes Typ 2
  • Magen- und Darmbeschwerden

Zu den meisten Themen liegen keine Erkenntnisse vor. Doch einige wenige gibt es:

Studien

Die Wirksamkeit von Frauenmanteltee ist bei folgenden Anwendungsgebieten belegt:

  • Antirheumatisch
  • Gefäßschützend
  • Hormonregulierend
  • Krampflösend